Im letzten Dorf vor Apt habe ich ein Schild mit dem Symbol eines Campingplatzes gesehen. Es war schon fast dunkel und da ich heute nicht mehr weiter fahren wollte, folgte ich lieber diesem Schild.
Erst nach mehr als einem Kilometer in der Nordrichtung habe ich einen Mann in seinem Garten gefragt, ob ich richtig bin. Er hat es mir nicht nur bestätigt, sondern auch den Campingplatz gelobt: „Ich habe dort zwar nie gezeltet, kenne aber den Chef persönlich.“ Dann konnte es natürlich kein schlechter Campingplatz sein.
Da ich im Camping viele Autos aus Deutschland sah, fragte ich die offensichtlich gelangweilte Frau beim Empfang auf Deutsch:
-- Guten Abend. Sprechen Sie Deutsch?
-- ???
-- Do you speak English?
-- ???
-- Alors, est-ce que vous parlez AU MOINS français?
Auf diese meine letzte Frage „Sprechen Sie WENIGSTENS französisch?“ hat sie ganz begeistert geantwortet: „oui, oui!“
Ich habe mir einen Platz ausgesucht, mich und die Kleider gewaschen und etwas gegessen. Da mein Handy nach vier Tagen wieder fast leer war, bin ich mit dem Ladegerät zu einem benachbarten Wohnwagen gegangen, in dem zwei ältere Damen saßen, die miteinander holländisch gesprochen haben.
Da ich aber kein holländisch verstehe und eine konnte kein französisch, während die andere kein deutsch, musste jeder von uns drei immer alles zweimal sagen.
Der Akku war bald wieder voll und ich ganz müde. Campingplatz war ruhig, nur eine ganz kleine Katze hat irgendwo bei meinem Fahrrad gespielt. Trotz ihren Geräuschen bin ich fast eingeschlafen, als mir die Katze plötzlich aufs Bauch gesprungen ist. Meine Hand war schneller. Ganz nah in die Augen habe ich der Katze gesagt: „Machst du es nochmal, benutze ich dich als ein Kopfkissen.“
Damit hat mir die Diplomatie eine ruhige und erholsame Nacht gesichert.